Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer und Landtagsabgeordneter Hans Herold luden zum Wirtschaftsgespräch - „Auch in der Region viel auf den Weg gebracht“

12.09.2018 | Peter Müller
Staatsminister Franz Josef Pschierer und Stimmkreisabgeordneter Hans Herold mit Mitgliedern des CSU-Ortsverbands Langenzenn nach dem Wirtschaftsgespräch.
Staatsminister Franz Josef Pschierer und Stimmkreisabgeordneter Hans Herold mit Mitgliedern des CSU-Ortsverbands Langenzenn nach dem Wirtschaftsgespräch.

Langenzenn: „Bayerns Wirtschaft findet nicht nur in den Metropolen statt“, konstatierte Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer. Die Bayerische Staatsregierung setze nicht nur auf große, sondern vor allem auch auf kleine und mittlere Betriebe in der Region. Beim „Wirtschaftsgespräch“ in Langenzenn, zu welchem Stimmkreisabgeordneter Hans Herold eingeladen hatte, sprach Staatsminister Pschierer auch davon, dass „Lebensstandard und Lebensqualität im ländlichen Raum oft besser ist, als in großen Städten“. 

„Dank guter Infrastruktur haben wir in unserer Region nahezu Vollbeschäftigung, jeder Schulabgänger kann einen Ausbildungsplatz bekommen, alle Schularten sind bei uns vertreten und Universitäten sind in der Nähe“, so CSU-Abgeordneter Hans Herold. „CSU und Bayerische Staatsregierung haben bei uns viel auf den Weg gebracht“.

Als relativ neuer Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie versicherte Pschierer, dass in Bayern auch künftig keine Landstriche abgehängt würden. Selbst Hochschulen und Technologietransferinstitute seien im ganzen Land verstreut. Unabhängig davon „müssen wir weg von der Überakademisierung“. Unter dem Motto „Karriere mit Lehre“ brauche es einen Imagewechsel zu Gunsten handwerklicher Berufe. „Unser duales Ausbildungssystem ist dabei ein weltweit anerkannter Erfolgsfaktor“. Die Bayerische Staatsregierung werde alles daran setzen, die Chancen im Handwerk auch künftig transparent darzustellen.

Ein moderner Industriestaat wie Bayern brauche aber auch eine versorgungssichere Energie, „die bezahlbar und permanent verfügbar ist“. Strom aus erneuerbaren Energien helfe nur, wenn dieser auch mittels entsprechender Netze transportierbar sei. „Energiepolitik darf keine Wachstums- und Investitionsbreme sein“, so Pschierer.

Mit Blick auf die Landtags- und Bezirkstagswahlen im Oktober plädierte der CSU-Politiker „angesichts vieler Unwägbarkeiten aus dem Ausland für eine Wirtschaftspolitik der Stabilität und Verlässlichkeit“. Er forderte die zügigere Abschaffung des Solidaritätszuschlags und sprach sich gegen Substanzbesteuerungen aus. „In Deutschland ist die Belastungsgrenze bei den Steuern erreicht“. Pschierer zitierte mit Dr. Otto Wiesheu einen seinen Vorgänger, der im Hinblick auf den weltweiten Wettbewerb einst meinte: „Wir müssen um das schneller und besser sein, was wir teurer sind“. Bayern sei deswegen so erfolgreich, weil zu den fleißigen Menschen mutige Unternehmer kämen, „die von einer vorausschauenden Landespolitik begleitet werden“. 

Zuvor hatte der Wirtschaftsminister mit den Onlineprinters in Neustadt einen aufstrebenden Betrieb besucht, der wie viele andere auch von Nachwuchssorgen vor allem in der Produktion geplagt ist. Herold und Pschierer sprachen sich übereinstimmend dafür aus, mit konkreten Zulassungsbedingungen eine begrenzte Fachkräftezuwanderung zu ermöglichen. Es sollte dabei aber nicht vergessen werden, dass auch in den Herkunftsländern Fachkräfte zum Aufbau benötigt würden, was den Zuwanderungsdruck abbauen helfe.