MdL Hans Herold: Waldumbau und Schädlingsbekämpfung

24.07.2019, 14:25 Uhr

Ipsheim/München: Trockenheit und Schädlingsbefall machen auch den Wäldern im Stimmkreis Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim/Fürth-Land zu schaffen. Der hiesige Stimmkreisabgeordnete Hans Herold besprach diese Problematik bereits mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder und der Bayerischen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in München. 

Die ernste Situation der hiesigen Wälder, die auch von Bürgerinnen und Bürgern aus den Landkreisen Fürth und Neustadt a.d. Aisch - Bad Windsheim an ihn herangetragen worden sei, sei in München präsent, so Hans Herold, und er werde diese dort auch weiterhin vorbringen. Die Staatsregierung hat bereits einige Maßnahmen auf den Weg gebracht, um Waldbesitzer zu unterstützen.

Grundlagen der Strategie, um die Zukunft der bayerischen Wälder zu sichern, sind der Waldpakt 2018 und die Waldumbauoffensive 2030. Maßnahmen wie die Stärkung der forstlichen Zusammenschlüsse, eine qualifizierte Ausbildung und Fortbildung von forstlichem Personal und insbesondere der Umbau der Nadelholzreinbestände in klimatolerante Mischwälder und die Sicherung und Pflege vorhandener Mischwälder soll langfristig auf eine Schadensprävention abzielen.

Durch die Bereitstellung von 200 Millionen Euro zusätzlicher Fördermittel und 200 neuen Stellen für die Beratung der Waldbesitzer soll bis 2030 der Waldumbau in Bayern massiv vorangebracht werden.

Um Schäden durch Schädlinge abzumildern hat das Bayerische Landwirtschaftsministerium im vergangenen Jahr ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Borkenkäferbekämpfung aufgelegt und vor kurzem ausgeweitet. Es reicht von finanziellen Anreizen über Fachberatung bis hin zu personeller und organisatorischer Unterstützung. Waldbesitzer erhalten ab sofort bis zu zwölf Euro pro Kubikmeter Holz, wenn sie befallene Bäume rasch fällen und aus dem Wald transportieren. Bislang betrugen die Zuschüsse fünf Euro pro Kubikmeter.

Zudem werden die Waldbesitzer wie bisher durch das Bayerische Waldförderprogramm finanziell unterstützt, etwa bei der Begründung stabiler und klimaangepasster Mischwälder durch Wiederaufforstung. Bis zu 1,50 € je Pflänzchen können die Waldbesitzer erhalten. Über das forstliche Förderprogramm WALDFÖPR kann auch die Pflege junger Waldbestände und vorhandene Naturverjüngung gefördert werden.

Ein weiterer wichtiger Baustein bei der Bewältigung der klimabedingten Ausfälle von Kiefer und Fichte sind alternative Baumarten. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft und das Bayerische Amt für Waldgenetik arbeiten daher intensiv in zahlreichen Forschungsvorhaben daran, die Baumartenpalette der Waldbesitzer für den Aufbau zukunftsfähiger Wälder zu erweitern. Diese Forschungsanstrengungen sollen noch weiter verstärkt und stärker gebündelt werden, um den Waldbesitzern schnellstmöglich Empfehlungen und Handreichungen bereitstellen zu können

Außerdem findet auch in diesem Jahr wieder eine Waldzustandserhebung statt. Ab dem 15. Juli sind speziell geschulte Försterinnen und Förster in ganz Bayern unterwegs. Diese kontrollieren an 314 Inventurpunkten Laub und Nadeln von tausenden Waldbäumen. Zusätzlich werden Schäden aufgrund von Pilz- oder Insektenbefall sowie durch Sturm, Hagel und Trockenheit erfasst.

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